shiatsu

Was ist Shiatsu?

Was ist Shiatsu?

Berührung, die bewegt

Shiatsu ist eine manuelle Massagetechnik, deren Ursprung in Japan liegt. Shiatsu heisst ganz einfach: Fingerdruck. Doch nicht umsonst lernen wir über Jahre, wie dieser besondere Druck angewendet werden kann.

Wir arbeiten bei Shiatsu aus dem Hara, aus unserer Mitte. Das ist nach der Überlieferung das wahre Zentrum des Körpers. Atem und Aufmerksamkeit ins Hara zu lenken, verleiht unserem Tun eine besondere Qualität.

Ob mit der Hand oder dem Daumen, mit dem Knie oder Ellenbogen – immer ist es ein klar gerichteter Druck, der auf die Energiebahnen des Körpers, die Meridiane, oder ganz gezielt auf einzelne Akupunkturpunkte einwirkt.

Was Sie erwartet …

Als Klientin / Klient liegen Sie in bequemer Kleidung auf einer komfortablen Matte auf dem Boden. So kann die Shiatsu-Praktikerin am besten mit dem Einsatz der Schwerkraft, ohne Anstrengung, den satten, wohltuenden Druck auf den Körper übertragen.

Die Kunst von Shiatsu vereint eine Vielzahl von Komponenten: manuelle Techniken, Kenntnis über die Energieleitbahnen und Knotenpunkte im Körper, aber auch Einsichten in die Zusammenhänge von Ernährung und Lebensformen. Somit kann Shiatsu bei zahlreichen Beschwerdebildern unterstützen und in Veränderungsprozessen begleiten. Denn eine Basis bildet die östliche Betrachtungsweise von Gesundheit, wonach Krankheit und Schmerz aus einem Ungleichgewicht in einem von Grund auf idealen Gefüge entstehen. Wir unterstützen den Körper dabei, wieder ins Gleichgewicht zu kommen, die Energie wieder in Fluss, den Organismus in seine ursprüngliche Kraft zu  bringen.

Betrachtungsweise und Ausrichtung …

Indem wir den Menschen als Ganzes betrachten, werden nicht unbedingt Krankheiten diagnostiziert, sondern das Unbehagen aufgespürt und so mitunter die Ausprägung einer Krankheit hintangehalten. Der funktionierende Organismus heilt sich selbst, ihn dabei zu unterstützen ist Aufgabe und Ziel von Shiatsu. Dabei spielt auch die Übernahme von Selbstverantwortung eine große Rolle. Das Wechselspiel von Berührung und berührt werden erschließt neue Informationen über den Körper und verändert damit die Selbstwahrnehmung.

Wir lernen den Körper und seine Reaktionen als Ganzes zu lesen  und kommen damit mit unserem eigenen Inneren in Berührung.

Quelle: Masunaga / Ohashi, Shiatsu, 2010

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Wie wirkt Shiatsu?

Wie wirkt Shiatsu?

jedenfalls wohltuend …

Shiatsu wird aufgrund der wohltuenden Wirkung auf den gesamten Körper geschätzt. Es wirkt insgesamt entspannend und erlaubt es den Behandelten für eine gute Stunde, alles an Belastung abzugeben, sich fallen zu lassen und sich dennoch gut zu spüren.

die häufigsten Anlässe …

Shiatsu wird heute allerdings auch bei einer Vielzahl von konkreten Beschwerdebildern angewandt und als unterstützend wahrgenommen:

  • Migräne und notorische Kopfschmerzen
  • Rückenbeschwerden
  • Burnout Symptomatiken
  • Wechselbeschwerden
  • Menstruationsstörungen und PMS
  • Kinderwunsch
  • Traumatische Belastungsstörungen
  • Beschwerden des Bewegungsapparates
  • Schlafstörungen
  • Schilddrüsenerkrankungen (zB. Hashimoto)

2007 wurde durch Wissenschafter der Universität Leeds (UK) eine Dreiländerstudie (Österreich, Spanien, UK) durchgeführt, die die Wirksamkeit von Shiatsu untersucht und näher beschreibt. Die Studie ist auf der Website des österreichischen Shiatsuverbandes abrufbar. Dort findet sich auch eine Zusammenfassung in deutscher Sprache:

https://oeds.at/shiatsu/studie/ [letzter Aufruf 29.11.2021]

 

 

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Shiatsu für den Rücken

Shiatsu für den Rücken

Rückenschmerzen – wer kennt das nicht?

Rückenschmerzen können viele Ursachen haben, daher sind sie auch überaus weit verbreitet. Sehr rasch werden sie einem Bandscheibenvorfall zugeschrieben und das klingt dann bereits nach einem drohenden Szenario.

Was steckt dahinter?

Eine Abklärung beim Arzt ist immer eine gute Idee. Doch lassen Sie sich nicht verunsichern: nicht immer muss sofort eine Operation in Erwägung gezogen werden. Sie können selbst eine ganze Menge tun. Und auch Shiatsu kann eine Menge beitragen, um das Leiden zu lindern.

Energetische Betrachtungsweise

Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) steht die Wirbelsäule / der Rücken in engem Zusammenhang mit der Niere. Die Niere ist das Energiezentrum des Körpers, dient als Speicherort der angeborenen Lebensenergie und Reservoir für die Energie, die wir im Leben durch Atmung, Nahrung und Schlaf gewinnen (QI). Nicht  umsonst treten Rückenschmerzen ganz oft bei Überlastung auf. Und diese Überlastung ist in unserem Arbeitsalltag meist nicht nur körperlicher Natur. Zuviel Stress, zuviel Verantwortung, zuviele Sorgen: auch das muss der Rücken tragen. Und wehrt sich. Tut weh!

Runter vom Gas!

Der erste Schritt ist oft schon getan, wenn wir uns dem Schmerz zuwenden. Wenn wir aufmerksam werden für die Irritation.  Verspannungen und Stau in der Rückenmuskulatur, im Schultergürtel, im Halsbereich – mit Shiatsu können wir behutsam die Energie wieder zum Fließen bringen. Den Ursachen auf die Spur kommen.

Wie hilft Shiatsu dabei?

Durch Mobilisieren der großen Gelenke, durch stabilen Druck – auch abseits der Wirbelsäule, durch Anregung der Durchblutung, Wärmeanwendungen – um nur einige Beispiele zu nennen. Jedenfalls können Sie sich erstmal entspannen und loslassen.

Und natürlich gibt es ein paar einfache Übungen, die Sie selbst regelmäßig durchführen können.

Aber das ist eine andere Geschichte!

Diplomarbeit „Shiatsu bei Rückenschmerzen“ International Hara Shiatsu Academy [letzter Aufruf 21.2.2022]

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aus der Fülle heraus…

aus der Fülle heraus…

… Perspektiven erkennen…

Dankbar sein. Ja! Doch braucht es etwas mehr, als die Fülle, die uns zur Verfügung steht, lediglich wahrzunehmen. Im besten Fall versuchen wir Wege zu finden, um daraus etwas zu gestalten. Dieses „Tun“ in unserem Leben lässt uns lebendig sein. (Nicht zu verwechseln mit der landläufigen Betriebsamkeit). Wir haben den Auftrag, die jeweiligen Aspekte aus dieser unserer individuellen Fülle immer wieder aufs Neue zu aktualisieren. Durch Meditation, durch Naturerlebnisse, durch Vergegenwärtigung des Schönen, durch eine berührende Melodie, die Betrachtung eines Kunstwerks, das geeignet ist, etwas von dem Mysterium, dessen Teil wir sind, in den Vordergrund zu holen.

Hier verbindet sich das Yin (die vorhandene Fülle) mit dem Yang (das Tun, die Schritte dorthin). Es braucht das Innehalten (Yin) und das Aktualisieren (Yang), um ganz zu werden, um zu fühlen: mein Wesen findet Ausdruck, ich bin ganz ich in dieser Welt und diese Welt wird dadurch zu meiner, von mir (mit)gestalteten Welt.
Manchmal reicht das Betrachten einer Wolke, der Duft einer Rose, das helle Lachen eines Kindes, um diesen Ton zu finden. Manchmal braucht es mehr an Erklärung. Und es braucht manchmal auch die Phasen der Traurigkeit, die uns ganz tief hinabsteigen lassen, damit wir auch dort im Dunkeln noch ein Geheimnis finden können.
Das nennen wir „Leben“! Uns daran erfreuen können, dass dieses Leben uns so viele Nuancen und Aspekte erfahren lässt. Mit Licht und Schatten spielen, und langsam langsam langsam ganz werden.

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Berührung gegen die Angst

Berührung gegen die Angst

wenn alles zuviel wird …

Seit vielen Monaten, mittlerweile schon seit beinahe zwei Jahren, Krisen häufen sich: für viele Menschen – insbesondere für Kinder – machen sich Unsicherheit und Angst im Leben breit. Angesichts von Ohnmacht und Hilflosigkeit – auch weil vieles unverständlich ist – helfen Erklärungen oftmals wenig. Was jedoch wohltuend ist, beruhigen kann, das ist die Berührung.

Zuwendung geben, Hand auflegen: es sind kleine Gesten der Besänftigung, die wir von Kind auf gewohnt sind, die tröstlich wirken.
Mit Shiatsu wird ein Kontakt hergestellt, der uns den Körper im Hier und Jetzt bewusst spüren lässt. Wenn wir uns vertrauensvoll in die Hände einer Shiatsu-Praktikerin begeben, ist bereits ein erster Schritt getan. Die Angst darf draussen bleiben. Die Atmung wird tiefer, der Körper kommt zur Ruhe. Nachgewiesen ist, dass der Blutdruck sinkt, wenn wir auf angenehme Weise berührt werden.
Der Druck im Shiatsu ist ein deutlicher, wir kennen uns aus. Wir finden Orientierung und nehmen die Körpergrenzen, das was uns umgibt neu und deutlicher wahr. Sobald es gelingt, in eine tiefere Entspannung zu kommen, wird diese Wahrnehmung im Körpergedächtnis gespeichert und ist bei nächster Gelegenheit greifbar. Ein Phänomen, das auch Resilienz genannt wird.

Hand anlegen …

Auch Kindern tut diese Art der Berührung gut. Sie kann jederzeit im familiären Kreis angewandt werden. Mit der flachen Hand sanft aber bestimmt über die Körperzonen gehen, Kontakt aufnehmen, der Widerstandskraft der Muskulatur aufmerksam folgend.Eine fröhliche Variante ist das gemeinsame oder wechselseitige „Abklopfen“. Mit der flachen Hand klopfen wir schwungvoll unsere eigenen Körperpartien ab, oder wenden das gleichermaßen abwechselnd am Partner / der Partnerin an. Es soll niemals weh tun, aber die Durchblutung merklich in Schwung bringen.

zum Nachlesen im Standard: Wie wir uns mit Berührung Ruhe und Sicherheit geben können
[letzter Aufruf: 1.3.2022]

Posted by regina in shiatsu
Unterwegs mit Shiatsu

Unterwegs mit Shiatsu

mein Körper im Alltag

Shiatsu als Lebensprinzip wirkt auch im Gehen, in der alltäglichen Bewegung. Es kann so ein Teil der inneren Haltung sein. Shiatsu wird grundsätzlich im Liegen oder Sitzen auf einer Matte oder einem Behandlungsstuhl durchgeführt. Aber es geht auch anders:

Bewegung, Gehen, Haltung ….

In unserer natürlichen Bewegung, beim Gehen, Sitzen, Liegen, kann uns die bewusste Beachtung des Meridiansystems hilfreich sein. Sie gibt uns Aufschluss über den Energiezustand unseres Körpers.Der Energiezustand des Organismus (Qi) verändert sich kontinuierlich mit den Außeneinflüssen. Sei es Atmung, Schlaf, Bewegung, Ernährung – Qi wird aufgebaut und auch wieder abgebaut. Daher ist es wichtig, in allem Balance zu halten (Yin/Yang).

Beim Gehen – vor allem in der freien Natur – ist der Magen-Meridian an der Vorderseite der Oberschenkel meist gut spürbar. Beim forschen Ausschreiten nehmen wir die Drehung in der Hüfte wahr. Das große Hüftgelenk überträgt die Kraft in das Bein und bringt uns voran. Im Idealfall setzt sich der Schwung auch nach oben fort: die Wirbelsäule wird sanft mobilisiert und erfährt gemeinsam mit dem jeweiligen Bein eine sachte Drehung. Diese Bewegung aktiviert gleichzeitig auch den Schultergürtel.

aufmerksam sein für das Einfache…

Wir können das gut beobachten, denn bei einer geschmeidigen Fortbewegung kommen die Arme in Schwingung – idealerweise gegengleich mit den Beinen. Diese Bewegungsfolge erklärt, warum das simple Gehen imstande ist, die Rückenmuskulatur zu stärken und zu entspannen. Warum sanfte Bewegung im Alltag mehr ist, als ein bisschen Auslüften. Das Zusammenspiel der Muskel, Sehnen, Bänder mit dem Skelett ist eine wundersame Konstruktion. Gönnen wir diesen Abläufen etwas mehr Aufmerksamkeit, dann kann ich beim einfachen Gehen eine tiefe Entspannung im Körper  erzeugen. Der Meridian entlang der Wirbelsäule bekommt frische Energie, die Aufrichtung lässt Kopf und Nacken locker werden. Die Augen werden offener und nehmen die Impulse aus der Natur bereitwillig auf. So kommen Himmel und Erde neu in Verbindung, wir sind über unsere Füße gut geerdet und bekommen den Kopf frei.

unterwegs sein mit einer Aufgabe …

Beim Gehen in dieser Bewusstheit hat es sich bewährt, einen Gedanken mit auf den Weg zu nehmen.

Sei es eine Fragestellung, ein kniffliges Problem oder ein Thema, das mich in den letzten Tagen angesprochen hat.

Beim Gehen klärt sich ganz viel. Ideen beginnen durch den Kopf zu sausen, ohne Zensur, alles ist erlaubt und kann unterwegs auch gleich wieder zurückgelassen werden. Die vielfältigen Analogien in der Natur – ein knorriger Baum, ein unbekanntes Gewächs, ein sprudelnder Bach – all das kann Inspiration sein für die unbegrenzte Freiheit der Assoziation.
So sind schon ganz viele neue Konzepte entstanden, so wurde auch ganz oft drückender Ballast abgeworfen.
Die Natur, das Gehen als unendlich verfügbarer Möglichkeitsraum für das Neue.

wir sind mitten drin…

Wir loten Grenzen aus, wir spüren uns selbst, unsere Schwäche und unsere Kraft.

Die Erde symbolisiert dabei das, was wir mitbringen: unsere Talente, Fähigkeiten, Erfahrungen. Der Himmel, das, was wir erreichen möchten. Wovon wir vielleicht noch gar nichts Genaues wissen. Doch jeder Schritt bringt uns ein Stück weiter, bringt uns in einen neuen Kontext. Aus dem dunklen Wald auf eine Lichtung, über Wiesen und Felder eröffnen sich neue Horizonte

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Unser Immunsystem aus Sicht der TCM

Unser Immunsystem aus Sicht der TCM

Wir können uns das Immunsystem wie ein eigenes Lebewesen in unserem Körper vorstellen. Es will stetig gehegt und gepflegt werden  – dann funktioniert es prächtig und schützt uns vor Ungemach.

Was uns stark macht …

Nach dem westlichen Erklärungsmodell unterscheiden wir die angeborene und die erworbene Immunität. Während des Aufwachsens wird der Körper mit Fremdstoffen konfrontiert und lernt so Schritt für Schritt seine körpereigene Abwehr aufzubauen. Das erfolgt teilweise durch direkten Kontakt in den ersten Lebensjahren (wie Schmutz, Keime, geringen Dosen von Krankheitserregern = Hygienehypothese) und teilweise gezielt durch Impfungen.

Aus TCM Sicht wird das Konzept etwas weiter gefasst. Der natürlich Schutzpanzer unseres Körpers, die Haut, hat verschiedene Durchlässe (Nase, Körperöffnungen). Diese sind mit einem natürlichen Schutzfilm ausgestattet:  Intakte Schleimhäute mit guter Durchblutung und Zirkulation tragen dazu bei, dass Schadstoffe abgefangen oder rasch ausgeschwemmt werden.

Schutz nach Aussen, Schutz von Innen …

Der Energiezustand des Organismus (Qi) verändert sich kontinuierlich mit den Außeneinflüssen. Sei es Atmung, Schlaf, Bewegung, Ernährung – Qi wird aufgebaut und auch wieder abgebaut. Daher ist es wichtig, in allem Balance zu halten (Yin/Yang).

Ein gesunder Organismus baut selbst natürliche Abwehrenergie auf. Intakte Haut, Schleimhäute, Ausscheidung, Ausatmung, Einatmung, ausgewogene Ernährung und Bewegung – wenn alles in Balance ist, steht genug Qi (Energie) zur Verfügung für die Anforderungen des Alltags, für die Abwehr von Ungemach, für die Abwehr von Krankheitserregern. Was tagsüber verbraucht wird, kann nachts im (hoffentlich tiefen und ausreichenden) Schlaf wieder aufgetankt werden.

Ist dieser Energiekreislauf unterbrochen, sei es durch Krisen, sei es durch Überarbeitung oder sonstige Verausgabung (Drogenkonsum, unausgewogene Ernährung) – vereinfacht gesagt: Stress jedweder Art –  wird die Abwehrenergie geschwächt und schon ist es für Krankheitserreger ein Leichtes, den Organismus zu kapern und sich darin auszubreiten.

Das Interessante an diesem Konzept ist, dass es keine allgemeingültigen Rezepte dafür gibt, was gut und richtig, was genug oder was zuviel ist.

ein Bausatz für mehr Widerstandskraft …

Denn: das Abwehr-Qi setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Die Basis ist immer das Ursprungs-Qi, die uns bei der Geburt mitgegebene Grundausstattung an Energie, der Grad an Robustheit. Das ist sehr individuell, hat aber das ganze Leben hindurch beträchtliche Auswirkungen auf den Energiehaushalt.

Menschen mit einer soliden Grundausstattung können sich ziemlich viel erlauben, bis sie ins Defizit kommen. Das erscheint uns manchmal ungerecht, aber wir können lernen, mit den uns eigenen Schwächen umzugehen.

Haben wir eine angeboren schwache Konstitution, dann lernen wir früh, auf uns achtzugeben und mit unserer Energie hauszuhalten, um ähnlich gut durchs Leben gehen zu können, wie die „Büffel“ unter uns.

In der TCM geht das so: Atemluft und Nahrungsenergie werden über die Lungen und das Verdauungssystem für den Körper aufbereitet. Der Antrieb dafür wird aus dem Ursprungs-Qi (der angeborenen Energiereserve) beigesteuert. Die so entstehende Energie (= Vitalität) wird einerseits für die Erhaltung des Organismus verwendet (Nährendes Qi), andererseits für die Abwehr, den Schutzschild nach außen (Abwehr Qi).

Das Zusammenwirken dieser Komponenten lässt uns gut und ausgeglichen durchs Leben gehen. An jeder dieser Stellschrauben können wir einen Beitrag für das ganzheitliche Wohlbefinden leisten. Jede nach ihrem Vermögen, jede nach ihren Präferenzen und den Erfahrungen mit dem eigenen Körper: ausgewogene Ernährung, ausgeglichene Aktivitäten, ausreichend Schlaf und Regeneration – individueller geht es nicht.

Das ist auch das Geheimnis, warum die effiziente Stärkung des Immunsystems ein kontinuierlicher Prozess ist.

das Zusammenspiel der Meridiane …

Ein Merksatz in der TCM lautet: die Immunität wurzelt in den Nieren (= vorgeburtliches Qi). Den Sitz hat sie in der Milz (=Verdauungssystem holt Energie aus der Nahrung). Zum Ausdruck gebracht wird sie in den Lungen. (= Verteilung des Qi vor allem über die Haut zur Abwehr).

In der ganzheitlichen Betrachtung sind daher Atmung, Nahrung und mentale Stärke gleich wichtig. Der Einfluss der Psyche auf das Immunsystem hat in den vergangenen Jahrzehnten vermehrt an Beachtung gefunden. Angst, Stress, Kummer sind keine guten Begleiter – die Atmung wird flach, die Nahrungsaufnahme ineffizient, das Verdauungssystem schwach, der Schlaf unterbrochen oder mangelhaft. Eine Abwärtsspirale kommt in Gang, die letztlich den gesamten Organismus anfällig macht.

Gut sein zu sich selbst …

Daher: versuchen Sie achtsam für die Reaktionen des Körpers zu sein! Was mir guttut, das stärkt mich und mein Immunsystem, macht mich vital und robust. Das Immunsystem will gepflegt sein, wie ein Lebewesen. Es kommt mit uns in die Welt, wächst und verändert sich. Wir nähren es und strapazieren es mitunter. Aber wir haben es in der Hand! Shiatsu kann Sie dabei unterstützen.

Quelle: Mike Mandl, Immunität aus Sicht der TCM. www.das-zentrum.com [letzter Aufruf 22.11.2021]

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Shiatsu und die Schilddrüse

Shiatsu und die Schilddrüse

Ein Organ für die Lebendigkeit

Die Schilddrüse gilt als ein zentrales Organ für den Stoffwechsel. In der Betrachtungsweise der TCM ist sie der Sitz der Lebendigkeit, des individuellen Ausdrucks unseres Wesens.

Die Steuerung von Stresshormonen (Adrenalin/Noradrenalin / Cortisol) beeinflusst das Wechselspiel von Aktivität und Ruhe im Körper. Unterdrücken wir – aus welchen Gründen auch immer – unsere Vitalität, beeinträchtigt das auf Dauer den gesamten Organismus. Ganz wesentlich jedoch die Schilddrüse.

Nein sagen will gelernt sein!

Sie ist dazu da, unser Potenzial an die Oberfläche zu bringen. Nicht umsonst liegt sie ganz nah am Kehlkopf, dem Sitz unserer Stimme. Mit der Stimme verschaffen wir uns Gehör, geben unseren Gefühlen, unserer Wut Ausdruck.

Und wenn wir gelernt haben, das NICHT mehr zu tun?

Weil es unerwünscht ist!

Weil es unbequem ist (für wen)?

Weil es gefährlich ist?

Dann entsteht ein Stau im Körper.
Unsere Lebendigkeit wird unterdrückt.
Entzündungen können entstehen.

Die Abwärtsspirale setzt sich in Gang

Eine entzündete Schilddrüse vernarbt mit der Zeit, und kann somit auch nicht mehr ausreichend Hormon produzieren.

…  ja, es gibt da einen Weg

Diesem Umstand wird in der Schulmedizin durch Einnahme von künstlichem Schilddrüsenhormon begegnet. Das ist auch gut so und mildert eine Vielzahl von Beschwerden.

Aber Sie können mehr für sich tun, um das Wohlbefinden wieder herzustellen.

Shiatsu kann dabei gut unterstützen.

mehr dazu hier: in der Mediathek der Hara-Shiatsu Academy

Posted by regina in shiatsu