Inspiration

Unterwegs mit Shiatsu

Unterwegs mit Shiatsu

mein Körper im Alltag

Shiatsu als Lebensprinzip wirkt auch im Gehen, in der alltäglichen Bewegung. Es kann so ein Teil der inneren Haltung sein. Shiatsu wird grundsätzlich im Liegen oder Sitzen auf einer Matte oder einem Behandlungsstuhl durchgeführt. Aber es geht auch anders:

Bewegung, Gehen, Haltung ….

In unserer natürlichen Bewegung, beim Gehen, Sitzen, Liegen, kann uns die bewusste Beachtung des Meridiansystems hilfreich sein. Sie gibt uns Aufschluss über den Energiezustand unseres Körpers.Der Energiezustand des Organismus (Qi) verändert sich kontinuierlich mit den Außeneinflüssen. Sei es Atmung, Schlaf, Bewegung, Ernährung – Qi wird aufgebaut und auch wieder abgebaut. Daher ist es wichtig, in allem Balance zu halten (Yin/Yang).

Beim Gehen – vor allem in der freien Natur – ist der Magen-Meridian an der Vorderseite der Oberschenkel meist gut spürbar. Beim forschen Ausschreiten nehmen wir die Drehung in der Hüfte wahr. Das große Hüftgelenk überträgt die Kraft in das Bein und bringt uns voran. Im Idealfall setzt sich der Schwung auch nach oben fort: die Wirbelsäule wird sanft mobilisiert und erfährt gemeinsam mit dem jeweiligen Bein eine sachte Drehung. Diese Bewegung aktiviert gleichzeitig auch den Schultergürtel.

aufmerksam sein für das Einfache…

Wir können das gut beobachten, denn bei einer geschmeidigen Fortbewegung kommen die Arme in Schwingung – idealerweise gegengleich mit den Beinen. Diese Bewegungsfolge erklärt, warum das simple Gehen imstande ist, die Rückenmuskulatur zu stärken und zu entspannen. Warum sanfte Bewegung im Alltag mehr ist, als ein bisschen Auslüften. Das Zusammenspiel der Muskel, Sehnen, Bänder mit dem Skelett ist eine wundersame Konstruktion. Gönnen wir diesen Abläufen etwas mehr Aufmerksamkeit, dann kann ich beim einfachen Gehen eine tiefe Entspannung im Körper  erzeugen. Der Meridian entlang der Wirbelsäule bekommt frische Energie, die Aufrichtung lässt Kopf und Nacken locker werden. Die Augen werden offener und nehmen die Impulse aus der Natur bereitwillig auf. So kommen Himmel und Erde neu in Verbindung, wir sind über unsere Füße gut geerdet und bekommen den Kopf frei.

unterwegs sein mit einer Aufgabe …

Beim Gehen in dieser Bewusstheit hat es sich bewährt, einen Gedanken mit auf den Weg zu nehmen.

Sei es eine Fragestellung, ein kniffliges Problem oder ein Thema, das mich in den letzten Tagen angesprochen hat.
Beim Gehen klärt sich ganz viel. Ideen beginnen durch den Kopf zu sausen, ohne Zensur, alles ist erlaubt und kann unterwegs auch gleich wieder zurückgelassen werden. Die vielfältigen Analogien in der Natur – ein knorriger Baum, ein unbekanntes Gewächs, ein sprudelnder Bach – all das kann Inspiration sein für die unbegrenzte Freiheit der Assoziation.
So sind schon ganz viele neue Konzepte entstanden, so wurde auch ganz oft drückender Ballast abgeworfen.
Die Natur, das Gehen als unendlich verfügbarer Möglichkeitsraum für das Neue.

wir sind mitten drin…

Wir loten Grenzen aus, wir spüren uns selbst, unsere Schwäche und unsere Kraft.

Die Erde symbolisiert dabei das, was wir mitbringen: unsere Talente, Fähigkeiten, Erfahrungen. Der Himmel, das, was wir erreichen möchten. Wovon wir vielleicht noch gar nichts Genaues wissen. Doch jeder Schritt bringt uns ein Stück weiter, bringt uns in einen neuen Kontext. Aus dem dunklen Wald auf eine Lichtung, über Wiesen und Felder eröffnen sich neue Horizonte

Posted by regina in shiatsu